Ich glaub ich hab Fieber. Reisefieber!
Roby, ein shanghainesischer Kumpel, hat mir noch einen tollen Reisetipp gegeben, nachdem es wohl für Anjas Vorschlag eventuell zeitlich oder finanziell nicht hinhauen wird. Anjas Vorschlag war die Yunnan Provinz, genauer gesagt, Lijiang. Als mir Google ein paar Bilder dazu ausgespuckt hat, war ich sofort hin und weg!

(von google geklaut
)
Hab dann Roby davon erzählt und meinte halt, dass das so weit weg wäre. Also hat er mir Xi’tang vorgeschlagen. Es liegt in der Nähe von Shanghai. Also mit dem Zug eine halbe Stunde entfernt. Sieht irgendwie so ein bisschen ähnlich aus wie Lijiang. Nur halt weniger modern und seeehr chinesisch
Gefällt mir auf jeden Fall sehr gut! Und im Vergleich von einem Flugticket für 240 Euro nach Lijiang zu einem Zugticket nach Xi’tang für, sagen wir mal, 5 Euro ist das ja schon ein gewaltiger unterschied.
Hab mir grad den Wikipedia Artikel dazu angeschaut und muss sagen, dass ich jetzt umso begeisterter davon bin!
“Der Tourismus bildet eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt. Hauptsächlich besuchen Chinesen das Viertel mit seinen Kanälen auf denen Bootsfahrten angeboten werden. Nachts werden die Kanäle mit Laternen beleuchtet, es werden traditionelle Musikstücke aufgeführt und die Touristen lassen kleine Boote mit Kerzen zu Wasser oder Himmelslaternen steigen.”
“Unter Anderem gibt es eine Fabrik, in der Knöpfe für Textilien noch von Hand hergestellt werden. Diese Knopffabrik ist für den Publikumsverkehr zugänglich. Deshalb können Touristen den Handwerkern bei der Herstellung der Knöpfe zuschauen.”
Und Tom Cruise, der alte Sektenheini, hat dort wohl ein paar Szenen für Mission Impossible 3 gedreht. (Erinnert mich grad dran, dass da gestern dieser Verein wieder mal einen Stand auf dem Alexanderplatz aufgestellt hat. Schön mit Messgeräten und Dianetikbüchern. Würd mich ja gern mal “testen” lassen ;D)
In den Häusern solls noch keine Elektrizität geben. Also ich sag ja schon lange, dass China, ausser in den Städten, noch relativ rückständig ist. Können sich wohl viele nicht vorstellen…

(nochmal von google geklaut)
Wenn man dort eh in der Nähe ist, dann kann man gleich auch noch in Suzhou (wo Adrian, Till und ich schon einmal waren) und Hangzhou vorbei schauen. Die zwei Städte sind ja in der Nähe von Shanghai.
Wär eigentlich ganz lustig, einfach mal irgendwo in einen Bus einzusteigen und zu gucken, wo man hin kommt.
Tjaja, wir werden sehn!
Einsortiert unter: Reisen
…weiss ich, wo ich noch überall hin will. Allerdings werden das wahrscheinlich eher so Kurzaufenthalte.
Klar, erstmal wird daheim wieder eine Arbeit gesucht und Geld verdient, wenn nicht sogar für ein paar Jahre, um es mir dann wieder leisten zu können, mal drei Wochen am Stück abzuhauen.
Ich möchte unbedingt mal nach Burma. Habs mir ja auch echt noch überlegt, aber da Bangkok der beste Ort für Visum und Einflug nach Burma gewesen wär, war das sehr unpraktisch. Vielleicht habt ihr ja mitgekriegt, dass es derzeit in Thailand, vorallem Bangkok, ziemlich abgeht im politischen Bereich. Ich weiss nicht, obs so sicher gewesen wär, nochmal zurück zu kehren.
Weiss nicht so viel über Burma, ausser, dass ich nicht so viel weiss
Und genau das machts spannend! Es scheint ja touristisch immernoch ziemlich unerforscht zu sein und ich finde das eigentlich ganz angenehm. Allerdings, so haben mir zwei Personen unabhängig voneinander erzählt, ist es halt schwierig da drüben, wenn man nicht unbedingt die Regierung – und damit die Armee, mit seinem Geld unterstützen will. Das passiert so quasi fast automatisch. Die Menschen sollen dort ausserdem sehr, sehr nett sein!
Ein anderes Ziel ist dann wieder Kambodscha. Mondulkiri (http://en.wikipedia.org/wiki/Mondulkiri_Province Sorry, ist leider auf Englisch) , Ratanakiri (http://en.wikipedia.org/wiki/Ratanakiri) und die Delphine am Mekong zu sehn, das wärs!

(Quelle: google.ch
)
Von mir aus auch gern nochmal Angkors Tempel, Siem Riep oder Phnom Penh. Ich vermute aber, in fünf, sechs Jahren könnte sich dort so einiges geändert haben. Hoffen wir, den Kambodschanern geht es dann besser, aber die Kultur bleibt trotzdem erhalten. Viel Land wird ja an Ausländer verkauft. Die können ja dann damit machen, was sie wollen. Ob das so gut ist oder nicht, keine Ahnung. Zum Beispiel die Killing Fields wurden ja auch veräussert.
Ich überlege mir desöfteren mal, ob es ok ist, dass ich als Tourist nur positive Dinge (Ok, mal abgesehen von zb. den Killing Fields oder Tuol Sleng) sehe und trotzdem weiss, dass es in diesen Ländern so viel Armut oder Elend gibt? Nagut, ich vermeide es zum Beispiel auch, in China in den Zoo zu gehen, oder in Thailand angekettete Affen zu besuchen, weil ich weiss, dass es dort nicht schön ist aber manche Dinge weiss man ja im voraus nicht.
Ach, keine Ahnung, wie ich die Gedanken richtig in Worte fassen kann.
Auf jeden Fall wärs nächstes Mal cool, sich mit jemandem zusammen auf den Weg zu machen und das alles gemeinsam zu erleben. Vielleicht traut man sich dann auch mehr in den Ländern herumzufahren und alles zu entdecken.
Zeit für nen zweiten Iced Kaffee Latte
Phuu, wo fang ich denn jetzt zuerst an?
Ich hab ehrlichgesagt schon vergessen, an welchem Tag es nach Siem Reap losging. Jedenfalls musst ich in aller Herrgottsfrühe aufstehen, da der Bus um viertelnach Sechs eintraf. Der Hostelbesitzer war immerhin so nett und hat das Ticket organisiert. Das Hostel selber war für das Geld eher äh, eklig.
So wurden wir zum Busbahnhof gebracht und stiegen dort in einen grösseren Bus um. Die Fahrt nach Siem Reap sollte mit zwei kurzen Zwischenstopps 6h dauern.
Die Gegend war echt schön anzuschauen. Immerwieder sah man diese sandigbraungrünen Felder, ausgetrocknete Tümpel, viele Büsche und Bäume, und zwischendurch kleine Dörfer. Meistens sind die Häuser auf Pfosten gebaut, da es wohl in der Regenzeit ziemlich stark regnen kann. Die Hütten sehen echt niedlich aus! Manche sind sehr einfach, andere schon etwas aufgepeppter. Das Leben dort ist sicher nicht einfach, aber es hat irgendwie trotzdem alles eine friedliche Atmosphäre.

Am zweiten Tag in Siem Reap hat mich der sehr sympathische Tuktukfahrer zur Tempeltour abgeholt. Um 9 Uhr gings los. Ganz oben auf der Liste stand natürlich Angkor Wat – ein riiiiiesiges Gebilde mit ganz viel Land drum herum.

Die Sonne brannte schon kräftig herunter und ich trottete in Richtung Tempeleingang. Man musste jedes mal sein Ticket mit Foto vorweisen.
Im Tempel gibt es vermutlich keinen einzigen Stein, der nicht irgendeine Verzierung drauf hat! Wieviele Jahre es wohl gebraucht hat, um alles fertig zu stellen? Es gibt meterlange Wände mit Schnitzereien und jeder einzelne Pfosten hat ein Muster drauf!

Ich versuchte mir vorzustellen, wie die Menschen dort zurecht gekommen sind. Die Treppen hoch zu den Türmen kann man nämlich fast nicht hochsteigen (Wir durften eine extra Holztreppe raufkraxeln).
Ganz oben konnte man die Türme noch besser sehen. Sogar auf den Kanten standen noch irgendwelche Figuren.
Schlapp und verschwitzt machte ich mich nach etwas mehr als einer Stunde auf den Weg zum Tuktukfahrer. Mittlerweile war es „angenehme“ 39°C. An dem Tag habe ich sicher 4 Liter getrunken. Sowas passiert sonst nie..
Weiter gings zum nächsten Tempel. Ich liebe es, auf dem Tuktuk zu sitzen und mir den Wind um die Ohren blasen zu lassen. Es ist so erfrischend und man spürt die Hitze überhaupt nicht! Ausserdem hat man eine gute Sicht auf alles.
Bayon war der nächste Stop. Das spezielle an dem Tempel ist, dass die Türme Gesichter drauf haben, die in alle vier Himmelsrichtungen schauen. Kaum hatte ich die Anlage erklommen hat sich einer wohl spontan erklärt, mein Tourguide zu sein, kam mit mir mit und erklärte mir ein paar Dinge. Dafür wollte er halt am Schluss Kohle haben. Naja. Informativ wars auf jeden Fall!
Die Steinblöcke, mit denen die Tempel gebaut wurden, haben immer einzelne Löcher drin. Er meinte, die wurden reingemacht, damit sie von den Bergen bis hierher von den Elefanten transportiert werden konnten.

Nach der kurzen Ansicht habe ich daneben noch einen riesigen Steinbuddha entdeckt, wo drei alte Mönche sassen. Sie animierten mich dazu, Räucherstäbchen anzuzünden, natürlich für einen Dollar, und danach bekam ich ein rotes Armbändchen von der Mönchin umgebunden, während sie wohl irgendein Glücksgebet vor sich hinredete, alles natürlich für einen Dollar.
Nächster Halt war Ta Keo. Meiner Meinung nach der Gefährlichste. Die Treppen waren extrem steil und rutschig und man konnte sich kaum festhalten, da die Sonne die Steine beträchtlich aufgewärmt hatte. Ich setzte mich erstmal eine Weile hin, schaute meinen Reiseführer an und beobachtete die Leute, wie sie sich der Herausforderung stellten. Später versuchte ich es dann auch. Ganz oben angekommen hatte ich eigentlich nur einen Gedanken im Kopf: Wie komme ich hier wieder runter?

Der letzte Tempel war Ta Prohm. Ein ebenerdiger, mit Bäumendurchwachsener Tempel. Die Wurzeln sieht man überall auf den Mauern. Sieht eigentlich sehr schön aus und ist auch ein echt idyllischer Ort.

Naja, zurück im Hostel hab ich dann realisiert, dass ich mir nen fetten Sonnenbrand geholt hab. Aber ist nach zwei Tagen eigentlich schon braun geworden und meine Schuhe sind jetzt eher grau als schwarz.
Hab zwischendurch ein paar Tempel ausgelassen, aber ein Tag lang Besichtigung reicht völlig aus.
Abends hab ich mir die Vorstellung von Dr. Beat Richner im Kinderkrankenhaus angesehen. Er spielt auf seinem Cello und erzählt von den Kindern im Krankenhaus und ruft zum spenden auf. Das Spezielle ist, dass die Kambodschanischen Kinder dort gratis Behandlung kriegen, weil 80% der Bevölkerung Bauern sind. Sie verdienen ungefähr 0.5 Dollar im Tag. Sie könnten sich also niemals einen Aufenthalt im Spital leisten.
Ich hab 20USD dagelassen und bin am nächsten Tag zum Blutspenden gegangen. Das war sowas von unkompliziert. In der Schweiz muss man etliche Zettel vorher ausfüllen und wenn nur etwas nicht übereinstimmt, dann darf man wieder gehen. War ganz easy. Hab mich auch nicht komisch gefühlt danach. Aber dafür dann einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht
Vor dem Blutspenden habe ich das Landminenmuseum und die Butterflyfarm besucht. Das Museum ist relativ klein aber es zeigt eindrücklich, wie Bomben und Minen aussehen. Der Sammler hat früher als Kindersoldat Minen gelegt und heute als erwachsener hilft er, diese zu entschärfen.

Der schönere Teil des Tages war die Butterflyfarm. Die Bauern von ausserhalb können dort die Schmetterlingseier abgeben und bekommen Geld dafür. Die Farm ist zwar kleiner aber viel schöner, als die in Kuala Lumpur. Man merkt, dass die Leute, die dort arbeiten, es gerne tun. Die Pflanzen sahen gepflegt aus und als „Haustiere“ rannten ein paar Wachteln rum. Bezaubernd! Der Mann, der dort arbeitete, zeigte mir die Schmetterlingseier, die kleinen und grösseren Raupen, die Puppen und natürlich die Schmetterlinge.

Naja, nach der Farm gings zum Blutspenden, danach kurz was Mittagessen und danach Suchtshopping auf dem Centermarket. Muss heute mal die Post aufsuchen und mir wohl ein kleines Paket nach Hause schicken. Kann ja nicht sein. Der Rucksack überquillt fast!
Hier noch die Fotos:
http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=1666 Auf dem Weg nach Siem Riep
http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=1711 Tempel und anderes
Zweiter Tag in Phnom Penh
“Wenn morgens früh der Wecker rasselt, ist der ganze Tag vermasselt.” Genau so kams mir heut morgen vor! Um 7 Uhr, ich kriegte kaum meine Augen auf, schleppte ich mich in die Dormdusche, weil aus meiner Dusche kein Wasser kam und es nur einen Griff fürs Heisswasser gab. Es war echt früh und ich wünschte mir, länger schlafen zu können.
Leider hatte ich mich überreden lassen, um 8 Uhr mit dem Tuktuk zu den “Killing Fields” zu fahren. Kurz vor 8 Uhr schaute ich nochmal auf die Handyuhr. Dann auf die Uhr am Handgelenk. So müde konnte ich doch nicht sein! Beide Uhren hatten zwei verschiedene Zeiten. Dann fiel mir ein, dass ich auf dem Handy, was ich als Wecker benutze, vergessen hatte, die Uhr eine Stunde zurück zu stellen. Es war also erst 7! War sogar zu müde, um mich darüber zu ärgern und hab mich nochmal eine Weile hingelegt. Gerädert balancierte ich die riesigen Treppenstufen hinunter. Das Gebäude hier ist echt massiv!
Der Tuktukfahrer wartete schon und kurz darauf gings los nach Choeung Ek – zu den “Killing Fields”.
Dieser Ort ist so quasi das Auschwitz Kambodschas. Vor ungefähr 30 Jahren kam Pol Pot und die Khmer Rouge an die Macht und töteten unmengen von Menschen auf diesem Areal.
In einer Stupa (Denkmal) werden 5000 Totenschädel gezeigt. Manche sind zerbrochen. Das heisst also, dass diese Menschen wohl mit einem Schlag (mit einer Schaufel oder was auch immer) gegen den Kopf umgebracht wurden.
Es ist schwer, sich vorzustellen, was da überhaupt passiert ist. Es übersteigt einfach die Vorstellungskraft.

Damit die Khmer Rouge Munition sparen konnte, wurden halt andere Gegenstände benutzt, um z.B. ganze Familien auszulöschen. Neben einem Baum stand eine Tafel, auf der geschrieben war, dass die Exekutierer Babies an den Füssen genommen und gegen den Baum geschlagen haben, um sie so zu töten.
An einem anderen Baum wurden Lautsprecher aufgehangen und Musik gespielt, damit ausserhalb keiner die Schreie hören konnte.
Man sah die ganzen ausgehobenen Massengräber und teilweise schauen dort noch Kleidungsstücke oder Knochen aus dem Boden.
Kaum zu glauben, dass an so einem idyllischen Ort so etwas passieren konnte.
Ich frag mich halt, ob wirklich keinem aufgefallen ist, was da vor sich ging?
(http://de.wikipedia.org/wiki/Killing_Fields)
Den Besuch der Killing Fields kann man gleich noch mit dem Tuol Sleng Museum verbinden.
Dies war früher mal eine Schule, bis Pol Pot, der Anführer, sie in kürzester Zeit zu einem Gefängnis umfunktionierte. Eine Frau zeigte mir die Räume der Schule und erzählte mir alles darüber. Sie hat diese Zeit selber miterlebt und im Krieg ihren Vater und ihren Bruder verloren. Es macht wahnsinnig viel aus, ob man einfach allein durch alles durchlatscht oder man jemanden hat, der etwas darüber erzählen kann.
Auf jedenfall war es mir viel bewusster, was passiert ist.
Die Schule, bzw. das Gefängnis besteht aus vier Gebäuden. Im einen wurden Ranghöhere gefangen gehalten und an einem Bett angekettet. Sie hatten eine kleine Kiste und eine kleine Schüssel als “Toilette”. Oft wurden die Gefangenen so gefoltert, dass sie an den Verletzungen erlagen.
Im ersten Stock gab es grosse Räume, in denen die Frauen und Kinder gefangen gehalten wurden.
Alle Gebäude waren mit Stacheldraht gesichert, sodass sich niemand vom Balkon stürzen konnte.
In den anderen Hallen sah man noch die kleinen Gefängnisräume oder die Fotos von den Opfern und Tätern oder Plakate mit erzählten Erlebnissen von Angehörigen der Opfer oder Täter.
Alles sehr beeindruckend und definitiv ein Besuch wert. Hab leider keine Bilder davon. Der Akku war schon auf den Killing Fields leer.
Aber andererseits ist es ganz ok keine Bilder zu haben. Fands sehr merkwürdig, Leute vor sowas lächelnd und posend zu sehn. Ein Typ setzte sich auf eine der Pritschen im Gefängnis und grinste fröhlich in die Kamera seines Kumpels. Tztz.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Tuol-Sleng-Genozid-Museum)
Mittlerweile ist es schonwieder ein Tag später.
Der Tuktukfahrer hat heut eine Rundtour gemacht. Erst gings Richtung Königspalast. Bin aber nicht reingegangen, war mir zu teuer. Deshalb hab ich ihn gebeten, gleich mal weiter zum Wat Phnom zu fahren. Ein kleiner Hügel mit einer Stupa drauf. Der Tuktukfahrer kam auch gleich mit. Er ging mit mir rein und kaufte mir ein paar Räucherstäbchen, die wir anzündeten und dann vor dem Buddha in so eine “Schüssel” reinsteckten. Für mich war es etwas komisch, mich hinzuknien und den Leuten beim beten zuzusehn, da ich null religiös bin. Ähnlich gings mir damals bei der Taufe meines Patenkindes ![]()
Es sah übrigens alles sehr kitschig aus aber trotzdem irgendwie schön, fast geheimnisvoll.

Weiter gings in Richtung Central Market. Ein riesiger Markt mit allem möglichen Gerümpel. Natürlich mussten ein, zwei Souvenirs drinliegen. Hoffentlich wird der Rucksack nicht noch schwerer! War eigentlich ganz zufrieden mit den 9kg. Hehe.
Morgen ist Abreise. Werd mit dem Bus weiter nach Siem Reap. Wird eine 5 Stunden Fahrt. Hoffentlich mit Klimaanlage
Und zum Schluss: Fotos! http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=1496
Wie schnell doch die Zeit vergeht. Morgen gehts schonwieder ein Land weiter. Nämlich nach Kambodscha. Passiert wohl, wenns einem wo gefällt. Werd, sofern möglich, nochmal nach Kuala Lumpur kommen. Vielleicht um zu shoppen
Gestern gings zuerst in der erdrückenden Hitze in Richtung Schmetterlingspark. Die Halle ist etwas grösser als die des Papilioramas in Kerzers (in der Schweiz) aber ich finde die in Kerzers fast schöner. Auch weil die Pflanzen gepflegter rüberkommen. Dennnoch wars interessant und schön. Schmetterlinge sind was extrem faszinierendes und sooo schön farbig! Neben der Halle gabs eine kleine Ausstellung mit lebenden und toten, eingerahmten Insekten. Meine Güte. Diese Viecher waren teilweise so gross wie meine Hand und darunter liest man dann auch noch, dass die aus Malaysia kommen. Hab gestern Nacht vor dem Schlafen erst mal noch in jede Ecke des Zimmers geschaut…

Oberhalb des Schmetterlingsparks liegt der Orchideengarten. Hab den mal so stellvertretend für meinen Opa besucht. Sind ja seine Lieblingsblumen. Es gibt so viele verschiedene Arten und alle möglichen Farben. Allerdings fings an zu regnen und ich hab mich auf den Weg zu den Petronas Towers gemacht. Sehr beeindruckend, diese zwei Türme und sie sehen auch noch schigg aus!
Heut hab ich den indoor Vergnügungspark im Central Plaza besucht! Klein aber fein. Das erste mal in meinem Leben auf ner Loopingachterbahn gewesen… Spass machts auf jeden Fall!
Nachdem ich nach Hause gekommen bin, hats gleich mal angefangen runterzuleeren, was so ging. Hat bisher nicht ganz aufgehört. Es ist nämlich grad Monsunende und es war echt nicht wenig, was da von oben herunterkam. Zeitweise ist sogar kurz der Strom ausgefallen.
Vorher sind zwei andere und ich Nudeln beim Chinesen holen gegangen. Der Anfang meines allerersten, gigantischen Fettnäpfchen. Hab nämlich Schweinefleischnudeln genommen. Nachdem wir wieder im Hostel ankamen, fragte uns das Personal gleich, ob jemand Schweinefleisch drin hätte. Musste kurz ein paar Sekunden überlegen, da fiel mir plötzlich wieder ein, dass Malaysia muslimisch ist. Verdammt! Wie peinlich. Ich denke eigentlich jeden Tag dran, wenn ich die Frauen mit dem Schleier seh. Oder wenn ich bei Sarah zu Hause bin (sie ist halb Ägypterin), aber just in diesem Moment gings vergessen.
Morgen gehts weiter nach Phnom Penh, Kambodscha. Mal schauen wies dort ist.
Hier sind übrigens noch ein paar neue Bilder:
http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=1283&g2_page=3
Wohao, also ich muss sagen, Kuala Lumpur scheint wirklich sehr spannend zu sein!
Hab mir heut erlaubt bis halb 2 nachmittags im Bett zu liegen… Aber es war ja eh viel zu heiss.
Genaue Pläne für “sightseeing” hab ich eigentlich keine gehabt, ausser die Sachen, die mir von jemandem empfohlen wurden und die ich auf wikitravel gefunden hab. Hab den Ordner vom Hostel angeschaut und mir einiges rausgeschrieben. Das Hostel ist übrigens super! Hier darf man Frühstücken um wieviel Uhr man will, sogar Nachts und es gibt Gratiskaffee oder Tee und man darf auch Kuchen nehmen, wenn welcher dort liegt
Mein Zimmer ist auch ziemlich speziell. Muss eine ziemlich steile Treppe hoch und da gibts einen kleinen Raum mit Aircondition.
Komme grad garnicht zum schreiben. Hier sitzen ein paar Leute mit draussen vor dem Hostel und erzählen ihre Geschichten, die sie bisher auf reisen erlebt haben. Klingt echt spannend alles und die waren auch in Gegenden, in die ich auch reisen will. Stimmt wohl echt. Man lernt schnell Menschen kennen!
War heute im “Low Yat”. Dort gibts alles was das Computerfreakherz begehrt. Man muss sich definitiv zurückhalten, sonst verfällt man dem Shoppingwahn.
Gegen Abend fuhr ich dann in Richtung Petronas Towers, weil ich das indische Viertel sehen wollte, da es Samstag abend besonders sehenswert sei. Gesagt getan.

Es gibt dort einen grossen Strassenmarkt. Auf der einen seite Stände mit Zeug, auf der anderen Seite gabs unmengen von Essen. Hab mich dann an so ein violettes Schlabberzeug gewagt. War wie Pudding, halt violett
Danach hab ich mir noch Frühlingsrollen geholt. Allerdings waren die unglaublich fettig. Buah.
Danach gings zurück. Der Taxifahrer hat leider nicht verstanden, wo er genau hinfahren sollte. Zum Glück wusste ich, wie man vom Low Yat wieder zurück kam.
Nun ist aber mal Bettzeit. Morgen gehts zum Vogel/Schmetterlingspark. Wuhu!
Erste Bilder gibts hier http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=1283&g2_page=1
Tage später. Weiss garned, wo ich jetzt anfangen soll.
Vielleicht erstmal beim Urlaub?
Er war zugegebenermassen nicht sehr aufregend, sondern eher relativ langweilig. Alleine dort hin zu reisen war vielleicht nicht die allerbeste Idee. Nunja. Das Wetter war aber sehr gut und bei der Ankunft in Shanghai von 27 auf 3 Grad runter, das war schon ein kleiner Schock!
Der Strand war ungefähr 100 Meter von meinem Hostel entfernt, allerdings musste man schon noch ein Stück weit gehen, bis man zu einem “badewürdigen” Teil kam.

dadonghai
Der Strandbereich war riesig und ich bestaunte erst einmal eine Runde die Leute, die trotz krebsroter Haut immernoch direkt in der Sonne lagen. Davon gibt es verdammt viele. Zum Glück krieg ich irgendwann juckenden Ausschlag von zuviel Sonne, was natürlich auch prompt eingetroffen ist.
Hab in 5 Tagen quasi drei ganze Bücher gelesen anstatt für meine Abschlussprüfungen zu lernen. Derzeit fehlt die Motivation wirklich viel zu sehr. Das Lesen war sehr cool. Wusste garnicht mehr, wie sehr man sich in sowas vertiefen kann!
Sonst gibts nicht so viel zu erzählen. Ausser dass auf Motorbikes hinten drauf sitzen und irgendwo hinfahren eine tolle Sache ist und die Hainan Leute guten Liang Tee haben! Trotzdem..: Sanya ist wohl nicht mein bisheriger Favorit ![]()
Schaut euch am besten mal die Bilder in der Gallery an.
http://german-bash.org/~boardy/gallery/main.php?g2_itemId=976
Sylvester trafen wir uns zu sechst. Anja, ihre Schwester und ne Freundin, Till, Adrian und ich gingen erst zusammen Hotpot essen und anschliessend feiern. Eins von ein paar Feuerwerken in Shanghai haben wir auch noch gesehn. Schon unglaublich, was da so in die Luft gejagt wird und wieviele Menschen an einem Ort sein können. Wie wird das erst am chinesischen Neujahr?
http://german-bash.org/~boardy/blog/feuerwerk.AVI (Sorry, muss man wohl downloaden. Ist aber nur 3 mb gross)

Wir besuchten zwei Clubs und der Abend bzw. Morgen ging um 6.20 Uhr zuende. In Shanghai lernt man wohl wirklich, wie man Party macht. Vorallem bin ich so dankbar, dass ich hier so tolle Menschen gefunden hab! Schade, dass das nur noch vier Wochen lang dauern wird…

AAAAACHJAAAAA… Bevor ichs vergess, meine Güte. Dabei war das ja sogar die aufregendste Sache die letzten Tage!
Hab endlich die Flüge von Hangzhou nach Kuala Lumpur. Bleibe dort vom 26.2. bis zum 2.3. und dann gehts weiter nach Phnom Penh! Die erste grosse Hürde ist genommen. Jetzt muss ich mich eigentlich mal um die Impfungssache kümmern. Ohje.
Wird schon passen, irgendwie.
(Nebenbei entschuldige ich mich für die lückenhafte Berichterstattung. Bin immernoch in der Erholphase von der ganzen Partymacherei. Es is alles so anstrenged.)
Doch noch Internet.
Durfte nach mehrmaligem Nachfragen, ob denn jetzt ein Zimmer frei sei, wechseln.
Heut bin ich einfach nur frustriert und würd am liebsten wiedermal alles hinschmeissen. Ich frag mich wirklich, ob es das Richtige ist, nach dem Semester überhaupt irgendwo hin zu reisen.
Hab das Gefühl, dass man als wandelnde 100$ Note gesehen wird und jeder Profit aus einem schlagen will. Ich hab das definitiv satt..
Es hat auch ne Weile gedauert, all die Kohle für diese verdammte Sache zusammen zu kriegen und ich glaube nicht, dass es z.B. in Kambodscha anders sein wird als hier..
Ausserdem fühl ich mich unfähig, das alles allein durchzuziehn, weil ich ab und zu mal wieder etwas Zuspruch benötige und ein bisschen ängstlich bin. Zuguterletzt machts auch noch mehr Spass.
Freundlicherweise wurde mir dann noch von einer chinesischen Person, die ich schon lange kenne, geraten, wenn ich schon in Hainan nicht zurechtkomme und mich andauernd eh über alles beschwere, halt mein Zeug packen, sofort nach Shanghai zurückfliegen und es ausserdem erst garnicht in Kambodscha versuchen sollte.
Auf der einen Seite hat sie wohl recht, auf der anderen Seite kann sie die Situation, in der man sich als Ausländer befindet, nicht nachvollziehen.
Ich hasse es, wenn mir dann jemand noch so kommt.
Für sie ist es kein Problem sich zu verständigen. Sie kann alles erfragen, alles lesen, Probleme lösen, die besten Möglichkeiten (inwiefern auch immer) für sich rausfiltern.
Ach, keine Ahnung… Alles scheisse!
Und sowieso bin ich selber schuld.
Nachtrag: Ein paar Stunden später hat sich die Lage wieder etwas beruhigt… phew..
Heut Mittag, kurz nach dem Aufwachen, klingelts an der Tür und ich bin instinktiv aufgeschossen und hingerannt, weil ich wusste, was kommt…:
MEIN PAKET! Wuhu, super. Post aus der Schweiz von meiner Mutter, die mir allerlei Zeug geschickt hat.
Meine alltäglichen Medikamente, sonstige Medikamente (ich werd niewieder krank ;P), Schokolade, Süssigkeiten, Deo, ein grösseres Taschenmesser uuuund: Einen Reiseführer für Kambodscha. Keine Ahnung wo Amazon meinen Thailandreiseführer rumliegen hat! Beeilt euch endlich mal da! …Mittlerweile hab ich gemerkt, dass ich wohl selber der Trottel war und das Buch irgendwie nicht bestellt wurde. Dumm…
Hab schon ungefähr die ersten 30 Seiten durch. Scheint echt ein interessantes Land zu sein! Kanns auf der einen Seite kaum erwarten dort anzukommen, andererseits hab ich doch ein bisschen schiss. Hier in China konnt ich mich ja zumindest verständigen aber dort wirds noch mal ne Stufe schwieriger!
So, jetzt wird ne Runde geschlafen… Irgendwann..!
Be aware, es gibt etwas mehr zu erzählen.. Der Text wird unter Umständen ein wenig länger!
Bin zwar etwas mit den Wochentagen durcheinander aber ich glaube, es war Samstag, als wir nochmal zum Jademarkt gefahren sind. Hab mir dort jegliche Utensilien gekauft, die man zum Bänderknüpfen braucht. Man muss ja im Winter was zu tun haben, wenns draussen kalt ist. Vielleicht hab ich ende Winter soviele Bänder geknüpft, dass ich ein Business aufmachen kann, ha!
Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wieviele Jadestände und Läden es dort gibt! Milliarden von Steinen. Bearbeitete Anhänger, Kugeln, Fingerringe, Ohrringe in allen erdenklichen Formen und verschiedenen Farben, wobei Grüntöne natürlich überwiegen.

Eines Abends wollte ich unbedingt Karteikarten kaufen. Gibts wohl nicht in China, darum haben wir welche beim Visitenkartenhändler geholt. 5 Kuai pro Schachtel. Das ist wirklich günstig! Der Mann hatte in seinem Laden einige Bilder an der Wand hängen und unsere Augen sind quasi dran kleben geblieben. Da Pauli perfekt Chinesisch spricht, konnte er ihm entlocken, dass er die Bilder selber gemalt hat. Er zeigte uns einen Entwurf mit Vögeln, die mich sofort in ihren Bann zogen und damit war wohl meine definitive Tattooidee geboren. Ich begann das Blatt zu fotografieren, worauf der Mann fragte, ob ich es haben möchte. Das war vielleicht toll!
Die Vögel sehen einfach hübsch aus, obwohl er meinte, das wäre ja nur zur Übung. So einen will ich mir tättowieren lassen. Die Farben sind schlicht, es ginge zwar auch in Grautönen, und die Tiere stehen meiner Ansicht nach für Freiheit. “Geflügel” gehörte schon immer zu meinen Lieblingstieren, vor allem Hühner. Die Federn sind einfach so weich und seidig. Ausserdem haben die Vögel auf dem Bild eine wirklich tolle Dynamik.
An einem anderen Tag machten wir einen Spaziergang und sind zufällig auf eine Ausstellung mit chinesischen Gemälden gestossen. Wohao!
Ist ja faszinierend, wie gross die einen Bilder waren. Der eine Künstler hat sich auf Blumen spezialisiert. So viele schöne, farbige Bilder zu sehn war toll! Passt genau zu Guangzhou. Dort ist ja alles etwas grüner!

Weiss garnicht, was ich noch alles erzählen soll. ..Achja! Sonntag sind wir nochmal zum Jademarkt gefahren und Xiaoming wollte mit mir noch ein paar Kügelchen für die Knüpferei runterhandeln, worauf sein Telefon klingelte und er erstmal 45 Minuten telefonierte. Die Shopbesitzerin war so nett und hat mir eine Sitzgelegenheit und einen Becher mit Wasser angeboten und das Beste war: Sie hat mir gezeigt, wie man den einen speziellen Knoten für Armbänder und so knüpft! Nach ungefähr 15 Versuchen hats dann auch mal geklappt. Soviel Freundlichkeit erwartet man wirklich nicht und ist dann umso mehr überrascht, wenns passiert und es ist immerwieder beeindruckend, wie man sich dann doch über Hand-und-Fuss-Sprache verständigen kann!
Die Handlerei erschöpft einen innert Stunden schon etwas aber wer billig kaufen will, muss leiden ![]()

Mittlerweile ist es ja schon Mittwoch (00.40) und meine Schlaflosigkeit ist langsam nervig. Wir haben heut zu viert für die morgige Prüfung in “listening” gelernt. Mittwoch, Donnerstag und Freitag finden die grossen Tests statt und ich zitter etwas von der Chinesisch Schreiberei. Man kann Wörter dutzende Male wiederholen aber sie bleiben einfach nicht im Hirn haften, keine Ahnung wieso. Vielleicht sollt ich einfach mehr Zeit ins lernen investieren, phu.
Achja, Fotos kommen demnächst..